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Jüdische Literatur / Widerstand



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Chramow, Igor

Die russische Seele der "Weißen Rose"



172 Seiten,
fest gebunden, 
119 Abbildungen, 
17 x 24 cm

ISBN 978-3-86933-099-0

24,80 €

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© 2013 Helios Verlag

Inhalt

GELEITWORT Über die "Weiße Rose" und die Männer und Frauen, die sich unter diesem Namen während des Krieges gegen das NS-Gewaltregime empörten und dafür ihr Leben opferten oder bis zum Kriegsende ihre Freiheit verloren, sind schon viele Bücher veröffentlicht worden. Dabei standen aus verständlichen Gründen meist Hans und Sophie Scholl im Mittelpunkt der Darstellungen. Und es ging vor allem um ihre persönliche Entwicklung, um das, was diese beiden getan haben, und um die Motive, aus denen sie handelten. Das vorliegende Buch weist demgegenüber einige Besonderheiten auf. Denn es beschreibt das Leben eines Mitglieds der "Weißen Rose", das lange Zeit mehr am Rande stand, nämlich das Leben Alexander Schmorells. Welch‘ wichtige Rolle er etwa bei dem Zustandekommen und der Verteilung der Flugblätter spielte, wird hier sehr anschaulich. So wird beispielsweise dargetan, dass der Teil des zweiten Flugblattes, in dem der Massenmord an Juden und Polen als das fürchterlichste Verbrechen bezeichnet wird, "dem sich kein ähnliches in der ganzen Menschengeschichte an die Seite stellen kann", von ihm verfasst worden ist. Aber das ist nicht die einzige Besonderheit. Fast bemerkenswerter noch erscheint, dass sich Alexander Schmorell ungeachtet seiner väterlicherseits deutschen Abstammung und seiner frühen Übersiedlung nach Deutschland als Russe verstand, sich während seines Frontaufenthaltes in Russland dort geradezu zu Hause fühlte und sich zeitlebens zu seinem orthodoxen Glauben bekannte. Erst kürzlich ist er ja von seiner Kirche sogar heilig gesprochen worden. Dass ein Mann mit einem solchen Hintergrund ganz selbstverständlich seinen Platz im Kreis der "Weißen Rose" fand, verstärkt eine Perspektive, die dieser Gruppe und ihren Handlungsmotiven eine übernationale Bedeutung zukommen lässt. Und das gerade mit Blick auf die deutsch-russische Geschichte des letzten Jahrhunderts. Dazu gehört, dass der Autor dieses Buches ein Russe ist, dass Ausstellungen in Russland weit über Orenburg – dem Geburtsort Alexander Schmorells – hinaus Interesse und Sympathie für ihn und für die „Weiße Rose" insgesamt geweckt haben. Noch vor nicht allzu langer Zeit hätte man sich das in dem Land, das wie kaum ein anderes unter dem deutschen Angriffskrieg gelitten hat, nicht vorstellen können. Von dem Buch, das zunächst in Russland erschien und jetzt in deutscher Übersetzung vorliegt, geht deshalb nicht nur eine Mahnung im Sinne des "Nicht noch einmal! Nie wieder!" sondern auch eine Ermutigung im Sinne eines alte Feindschaften überwindenden friedlichen Miteinanders aus. Dafür danke ich dem Autor, dem Verlag, der „Weißen Rose"-Stiftung und insbesondere Winfrid Vogel, der zusammen mit seiner Ehefrau diesen Text lektoriert und schon vorher als unermüdlicher Helfer Brücken von München nach Orenburg und nach ganz Russland geschlagen und dafür gesorgt hat, dass sie in beiden Richtungen lebhaft begangen werden. Dr. Hans-Jochen Vogel, Bundesminister a.D., Oberbürgermeister von München (1960-1972), Regierender Bürgermeister von Berlin (1981)

Rezensionen

Neues Deutschland, Wednesday 9. October 2013
www.spc.rs, Monday 2. December 2013
Bayernkurier, Saturday 26. October 2013
http://www.spc.rs/sr/nove_knjige_o_novomucheniku_aleksandru_shmorelu, Tuesday 10. December 2013
Badisches Tagblat, Friday 11. April 2014
Christ in der Gegenwart, Sunday 6. July 2014

Leseproben

Inhaltsverzeichnis

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Informationen zur Zeitgeschichte


Presseschau

15minütige Radiosendung (WDR) "Zeitzeichen": „16. Mai 1893: Das Leben des Josef Weiss“

      

Rezensionen bzw. Buchvorstellung zu "Der letzte Judenälteste von Bergen-Belsen"
Fachkreise im In- und Ausland erwarten zurzeit mit großem Interesse die 700 Seiten starke Dokumentation „Der letzte Judenälteste von Bergen-Belsen“, die Mitte Oktober im Helios Verlag Aachen erscheinen wird. In Ergänzung der Forschungsarbeiten von Prof. Eberhard Kolb und Alexandra-Eileen Wenck stellt der Euskirchener Historiker Hans-Dieter Arntz erstmals die Erinnerungen, Aussagen und Dokumente eines allseits respektierten "Judenältesten" im Vordergrund. Eine derartige Sichtweise stand bisher noch    aus ..."
buecher.hagalil.com, 27.09.2012

 

Eine Buchbesprechung in der Zeitschrift »TRIBÜNE. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums« zu unserer Publikation »Reichskristallnacht« von Hans-Dieter Arntz.
zur Rezension



Der Kreis der Freunde der HABIMAH ('Die Bühne') wurde 1987 von Schauspielern, Schriftstellern und Journalisten in Nachfolge des 1933 aufgelösten Vereins wieder gegründet. Er will die kulturellen und persönlichen Bindungen zwischen Berlin und Israel weiter vertiefen.
zur Internetseite

Ex-KZ-Wächter bezeichnet Auslieferung als Folter
In letzter Minute will der mutmaßliche NS-Verbrecher John Demjanjuk verhindern, dass er am Montag für seinen Prozess nach München ausgeliefert wird.
www.welt.de, 03.04.2009

Als Schneewittchen die SS besuchte
Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zeigt in dem neuen Museum of Holocaust Art im allerhintersten Winkel eine etwas kärglich beschriftete Ausstellung: drei Fresken des polnisch-jüdischen Autors und Malers Bruno Schulz (1892 bis 1942).
www.faz.net, 26.03.2009

Streit um Antisemitismus geht weiter
in Duisburger Kommunalpolitiker der Linkspartei fordert den Boykott israelischer Produkte. Sein Amt als Fraktionschef will er behalten.
Tagesspiegel, 24.03.2009

UJC to pull 110 Jews out of YemenFearing a spate of killings following threats to the Yemenite Jewish community, the umbrella body of North American Jewish federations will evacuate almost half of Yemen's Jewish community to the US over the next two weeks, The Jerusalem Post has learned.
www.jpost.com, 18.03.2009

Likud schließt Koalition mit Partei Liebermans
Fünf Wochen nach der Parlamentswahl in Israel haben die beiden rechtsgerichteten Parteien Likud und Israel Beitenu ein Koalitionsabkommen geschlossen.
www.faz.net, 16.03.2009

Radikale Moschee
Gericht segnet Neubau ab

Das Berliner Verwaltungsgericht hat ein folgenschweres Urteil gefällt. Es erlaubt der muslimischen Gruppe »Imam Reza« den Bau einer großen Moschee in der Neuköllner Reuterstraße.
www.bz-berlin.de, 11.03.2009

»Haftbefehl gegen Iwan Demjanjuk
Gegen den mutmaßlichen NS-Verbrecher Iwan Demjanjuk hat das Amtsgericht München Haftbefehl erlassen. Er sei dringend verdächtig, von März bis Ende September 1943 als Wachmann im Vernichtungslager Sobibor im heutigen Polen gearbeitet zu haben.«
www.faz.net, 11.03.2009

»Duisburger Linke-Politiker fordert Boykott israelischer Produkte
Duisburg/Essen (ddp) - Der Duisburger Linke-Oberbürgermeisterkandidat Hermann Dierkes hat vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts zum Boykott von Produkten aus Israel aufgerufen.«
www.ad-hoc-news.de, 26.02.2009

Jüdische Cartoons
Der Unverbesserliche von Daniel Haw
www.pi-news, 13.02.2009

»German Jewish History Award« für Hans-Dieter Arntz
Mit dem Preis werden zum neunten Mal Deutsche geehrt, die aus eigener Initiative und ehrenamtlich herausragende Beiträge zur Dokumentation jüdischer Geschichte und Kultur in Deutschland geleistet haben.
[mehr]

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