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Sven Carlsen

Deutsche Luftwaffenfestungsbataillone 1944

Aufstellung und Verbleib an der Westfront
Um Ende 1944 den Westwall mit ausreichend Personal besetzten zu können, wurde neben der Kriegsmarine auch der Luftwaffe befohlen, Personal für das Heer zur Verfügung zu stellen. Daraufhin stellte die Luftwaffe Anfang September 1944 dem Heer 20 Bataillone mit etwa 13.000 Mann für den Einsatz am Westwall zur Verfügung. Diese Bataillone bekamen die Bezeichnung Luftwaffenfestungsbataillone. Die Bataillone setzen sich aus im Erdeinsatz unerfahrenen Angehörigen der Flugzeugführerschulen, Fliegerwaffenschulen, Unteroffiziersschulen, Fliegerersatzbataillonen, Ersatzverbände und Fachschulen zusammen. Obwohl die Bataillone hinter der Front zuerst von Ausbildern des Heeres geschult werden sollten, wurden die ersten Bataillone nach Ankunft in die Schlacht um Aachen, wenige Tage später in den Forst Hürtgen transportiert.

Die Heereskommandeure lobten zwar den ausreichenden Bestand an Waffen, kritisierten aber den geringen Kampfwert der Verbände. Entsprechend hoch waren die Verluste im Raum Aachen und in der Eifel. Schließlich wurden diese 20 Bataillone nach und nach in das Heer eingegliedert.

Nach der ersten Aufstellungsphase folgte bereits Ende September 1944 die zweite Welle mit 20 Luftwaffenfestungsbataillonen und zwei Luftwaffeninfanteriebataillonen. Fast alle Bataillone stellten im Oktober 1944 den Personalnachschub für die Auffrischung und Neuaufstellung von Fallschirmjägerdivisionen der 1. Fallschirmjägerarmee, die im Herbst 1944 zum Einsatz kam.

Für die Recherche hat der Autor im In- und Ausland zahlreiche Dokumente eingesehen und ausgewertet. Erschwerend war die Tatsache, dass es nur wenige Zeitzeugenberichte gibt. Dennoch ist es dem Autor gelungen, die Geschichte von bislang kaum bekannt gewordenen Bodeneinheiten der Luftwaffe zu erhellen.

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