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Lacoste, Werner
Deutsche Sturmbataillone 1915-1918
Der Kaiserstuhl und das Markgräflerland als Geburtsstätte und Standort deutscher Sturmbataillone des Ersten Weltkrieges
124 Seiten,
fest gebunden,
42 Abbildungen,
23,5 x 17 cm
ISBN 978-3-86933-013-6
18,50 €
© 2009 Helios Verlag
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Inhaltsverzeichnis |
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Wohl ist bekannt, daß die 1. Sturm-Abteilung (St.-Abt.) des deutschen Heeres unter ihrem Kommandeur Hauptmann Rohr von 1915/16 im westlichen Kaiserstuhl (Achkarren, Oberrotweil) stationiert war und hier ihre vielseitige Ausbildung mit neuen Kampftechniken betrieben hat, die auch Soldaten anderer Truppenteile vermittelt wurden. Von hier aus brachen dann die Männer der St.-Abt. in ihren Kompanien oder Zügen zu Einsätzen an der Vogesenfront auf, z.B. an den Hartmannsweiler Kopf, um danach wieder in ihre Quartiere zurückzukehren. Im Februar 1916 erfolgte dann die Verlegung der St.Abt. an die Verdun-Front, wo sie zum ersten Sturm-Bataillon und zur Lehrtruppe des Obersten Heeresleitung avancierte. An den Kaiserstuhl kehrte das Sturm-Bataillon Rohr nicht mehr zurück.
Dort führte ein zurückgebliebener Teil als »Abt. Oberrotweil« noch einige Zeit die Ausbildung für die Divisionen der Vogesenfront fort, damit diese aus ihren Lehrgangsteilnehmern eigene Sturmkompanien bilden konnten. Aus diesen entstand dann im Oktober 1916 das Sturm-Bataillon 16, dessen Geschichte bisher nicht bekannt war und hier vorgestellt wird. Seine Kompanien waren anfangs im Oberelsaß, im Markgräflerland und am Kaiserstuhl stationiert, bis sie dann im März 1917 um Istein herum im Bataillonsverband zusammengefaßt wurden. Die auf einzelne Orte verteilten Kompanien besaßen in deren Nähe eigene Übungsplätze, die sich noch heute nachweisen lassen. Um die von der Sturm-Abt. Rohr entwickelten Kampftechniken in die Grundausbildung zu übernehmen, wurden laufend Lehrgänge für Soldaten aller Dienstgrade durchgeführt, an denen auch zahlreiche hohe Stabsoffiziere sowie Generäle teilnahmen.
Im Oktober 1917 wurde das Sturm-Bataillon 16 endgültig an den Kaiserstuhl verlegt, wo es dann bis zum Kriegsende im November 1918 verblieb. Von seinen Übungsplätzen auf dem Pulverbuck, auf dem Spielberg, auf der Mondhalde, bei Kiechlinsbergen, bei der Sponeck und bei Sasbach ist nichts mehr vorhanden. Ihre letzten Reste sind der Flurbereinigung in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts zum Opfer gefallen. Die letzten Zeugen des Bataillons sind die Grabsteine seiner Toten, die auf den Dorffriedhöfen von Wintersweiler und Bischoffingen zurückgelassen wurden. Mit dieser Darstellung wird ihr damaliges Leben noch einmal in Erinnerung gerufen.
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Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins »Schau-ins-Land«, Freitag 1. Januar 2010 Hardthöhen-Kurier, Samstag 1. Oktober 2011
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