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Titel vergriffen!
Scherer, Wingolf
Gefallen und vergessen?
Ardennenoffensive, Endkämpfe im Westen 1944/45, Soldatenfriedhöfe im Altkreis Schleiden
144 Seiten,
Leinen mit Schutzumschlag,
5 Zeichnungen, 258 Abbildungen,
Großformat, 29 x 24 cm
ISBN 3-933608-59-7
28,50 €
© Helios Verlag
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Inhaltsverzeichnis |
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Herbst 1944. Der Krieg geht nun bereits in sein sechstes Jahr, und nicht nur viele Experten gehen von der begründeten Vermutung aus, daß es keinen in den damaligen Tagen so viel beschworenen Endsieg geben wird. Die Alliierten stehen nach der geglückten Invasion bereits an der Westgrenze des Deutschen Reiches, Die Lufthoheit ist schon seit geraumer Zeit auf die britische und amerikanische Luftwaffe übergegangen und die deutsche Wehrmacht ist nur noch ein trauriges Abbild jenes stolzen und siegesbewußten Heeres der Anfangsjahre des Krieges.
Viele Bewohner der Eifel bemerken in diesen Tagen und Nächten, daß kombinierte Personen- und Güterzüge auf der Strecke Köln-Trier in die Eifel rollen. die mitgeführten Waffen und Fahrzeuge sind meist unter großen Zeltbahnen verborgen. Niemand in der Eifelregion kann sich einen Reim auf diese geheimnisvollen Transporte machen.
Es sind Vorbereitungen für die (letzte) Großoffensive Hitlers mit dem ziel der Rückgewinnung der verlorengegangenen Initiative im Westen, der Rückeroberung des für die Alliierten äußerst wichtigen Hafens Antwerpen und damit letztlich der Wende des Krieges im Westen durch die Ausschaltung der alliierten Truppen.
Am 16.12.1944 treten 28 Großverbände in Divisionsstärke, gegliedert in drei Armeen, auf einer Linie von Wahlerscheid bis Echternach zum angriff gegen die amerikanischen Linien an.
Bereits Mitte Januar 1945 gilt es als erwiesen, daß die gesteckten Ziele nicht erreicht werden können: Die Offensive muß als gescheitert angesehen werden.
Der Autor, der als Leutnant in der 277. Volksgrenadierdivision selbst an der Offensive im Bereich des ehemaligen Kreises Schleiden bzw. der belgischen Ardennen teilnahm, schildert auf diesem Hintergrund die Lage am nördlichsten Flügel der Angriffsfront zwischen Wahlerscheid und Losheimergraben.
Ausgehend von der strategischen Situation geht er ausführlich auf die Kampfhandlungen der in diesem Abschnitt eingesetzten Infanterie- und Panzerdivisionen ein. Er beschreibt dann die in vielen Orten des Kreises Schleiden angelegten Soldatenfriedhöfe.
Die Schilderung ausgewählter Einzelschicksale runden das bild dieser Dokumentation ab.
In einem Anhang skizziert K.J. Lüttgens die Situation der Amerikaner vor und während der Offensive in dem behandelten Abschnitt. Geschildert wird das Gefallenenschicksal mehrerer Angehöriger der im deutsch-belgischen Grenzgebiet bzw. um Hellenthal, Schleiden und Gemünd eingesetzten Einheiten. Die geschilderten Schicksale beider Seiten sollen stellvertretend stehen für alle Toten und Vermißten dieser Schlacht: Auf deutscher Seite 17.200 und auf US-Seite 29.751 Soldaten.
Die vorliegende Arbeit will ihnen ein ehrendes Gedenken sichern und sie vor dem Vergessen bewahren.
Es waren zumeist junge Männer und oft noch halbe Kinder, die starben, bevor ihr Leben richtig begonnen hatte. | |
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