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Militärische Zeitgeschichte / Zeitgeschichte

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Kannicht, Joachim

Napoleon - Kriege - Revolution
Aus dem Leben des badischen Obristen Georg Sartori


288 Seiten,
fest gebunden mit Schutzumschlag, 
100 Abbildungen (9-farbig), 
23,5 x 16  cm

ISBN 3-938208-22-8

25,80 €

©  Helios Verlag

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Georg Sartori, am 5. April 1784 in Ettenheim geboren, hat ein Tagebuch verfaßt, nicht - wie er schreibt - um mit seinen Kriegstaten zu prahlen, sondern um später einmal an seine Erlebnisse erinnert zu werden. Er hat uns ein lesenswertes Zeitzeugnis hinterlassen, das die napoleonische Epoche mit ihren Feldzügen, die Kämpfe in Spanien und Rußland, Napoleons Niederlage und Verbannung sowie die badische Revolution umfaßt. - Über Napoleons Aufstieg und sein Ende ist viel geschrieben worden. Der besondere Reiz des Tagebuchs liegt jedoch darin, daß es uns schon teilhaben läßt an den Erlebnissen des 12jährigen Sartori, der sich der Zuneigung von Prinzessin Charlotte von Rohan, Tochter des emigrierten Prinzen de Rohan-Rochefort, erfreute, die nicht selten Gast im Haus Sartori war. Auch der Herzog von Enghien hatte an ihm Gefallen gefunden und versprochen, Georg zu fördern. Sartori berichtet als Augenzeuge über die Entführung seines Gönners, der am 15. März 1804 von einem französischen Kommando überwältigt und am 18. März in Vincennes erschossen wurde. Sein Versuch, ihn mit Hilfe der Einwohner von Kappel zu befreien, scheitert, beweist jedoch die Tapferkeit des damals 20 Jahre alten Georg Sartori. - Im gleichen Jahr meldet er sich zum Militär und sammelt ein Jahr darauf im Feldzug gegen Österreich Kriegserfahrungen, über die in militärwissenschaftlichen Büchern kaum etwas zu lesen ist.
Von 1809 bis zum Ende 1813 kämpft er in Spanien, wird mit dem Rest der badischen Truppen interniert, flieht jedoch und erreicht im April 1814 Ettenheim. In Karlsruhe wird er - inzwischen Capitain - Chef der 1. Füsilier-Kompagnie seines neu aufgestellten Regiments.
Nach dem entscheidenden Sieg der Verbündeten über Napoleon, nach Wiener Kongreß und Verbannung Napoleons, folgen Friedensjahre, unterbrochen durch die Wirren der badischen Revolution, deren Strudel Mitte Mai 1848 Kißlau erfassten, wo Sartori als Kommandant des Invalidenkorps verantwortlich für die Garnison und die hier einsitzenden fünf Staatsgefangenen war. Ein mehrere Hundert zählender Trupp bewaffneter Revolutionäre drohte ihm mit Sturmangriff, falls er die Häftlinge nicht entlasse, ? eine Forderung, der er sich wegen der geringen Verteidigungschancen beugte. Aber das Auftreten der Aufständischen bekräftigte sein Urteil über sie: Für ihn war es Gesindel, dem er sich nicht unterstellen konnte. Er hielt an seinem Eid für Fürst und Vaterland (Baden!) fest.
Ihm blieb nichts anderes übrig, als sich in Bruchsal zu verstecken, bis das Eingreifen der Preußen der Revolution ein Ende bereitete. ? Im Juli 1854 wurde er mit seinem Invalidenkorps nach Schwetzingen verlegt. Hier wird er aus dem Dienst verabschiedet und beschließt als Ehrenbürger in der ihm liebgewonnenen Stadt 1858 sein Leben. Ihm waren nicht viele Jahre vergönnt, in denen er noch in seinem Tagebuch lesen konnte. Er hat es uns überlassen ...

Rezensionen

Junge Freiheit, Freitag 7. April 2006
Aachener Nachrichten, Samstag 29. Juli 2006
Zeitschrift für Heereskunde, Dienstag 6. Juni 2006
Kameraden, Freitag 1. Juni 2007
Mitteilungen der D. Dr. Otto-Beuttenmüller-Bibliothek der Stadt Bretten, Montag 1. Oktober 2007

Leseproben

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Warum militärische Zeitgeschichte?

Verlagserklärungen


Interviews mit Johannes Buchmann
Autor des Memoiren-Bandes »Der Rest wurde am Boden zerstört«. Ein 7-minütiges Video auf YouTube.


Polnische Ausgabe »Ardeny 1944-1945« erschienen
Das Buch »Zwischen Ritterkreuz und Galgen« von Michael Schadewitz ist als polnische Ausgabe unter dem Titel »Ardeny 1944-1945« erschienen.

Informationen zur Zeitgeschichte


Heftige Gefechte vor den Toren von Damaskus
Die syrische Armee hat den Sicherheitsring um Flughafen und Präsidentenpalast in Damaskus verstärkt. Aktivisten sprechen von einem ?Städtekrieg?. Allein am Montag sollen einhundert Menschen getötet worden sein.
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Gewerbemieter wollen in Hitlers Superbunker
Der U-Boot-Bunker «Valentin» in Bremen wird zur Gedenkstätte ausgebaut. Die Bundesimmobilienanstalt will sie trotzdem zum Teil gewerblich vermieten.
www.welt.de, 04.01.2012>


Jeder vierte Freiwillige bricht Dienst vorzeitig ab
Die Bundeswehr hat Probleme, ihre Freiwilligen zu halten: Knapp 28 Prozent haben ihren Dienst vorzeitig quittiert - viele mussten auch nach Hause geschickt werden.
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Obama fordert abgefangene Drohne vom Iran zurück
Der US-Präsident hat den Iran offiziell zur Rückgabe der abgeschossenen US-Drohne aufgefordert. Doch Teheran hat eigene Pläne mit dem Flugroboter.
www.welt.de, 13.12.2011>


Iran-Explosion - Anschlag westlicher Geheimdienste?
Satellitenfotos zeigen die Ausmaße der Explosion, die das Entwicklungsprogramm des Irans erheblich zurückgeworfen hat. Waren es gezielte Sabotageakte aus dem Ausland?
www.welt.de, 06.12.2011>


Niemand hat die Reißleine gezogen
Die »Gorch Fock« kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Skandal um den Unfalltod der Kadettin Sarah Seele im November 2010 könnte nun der Fall der im September 2008 unter bislang nicht geklärten Umständen über Bord gegangenen Offiziersanwärterin Jenny Böken für neuen Ärger sorgen.
www.jungefreiheit.de, 26.11.2011>


Nordkorea droht Südkorea mit »Meer von Feuer«
Südkorea hält ein Militärmanöver ab - und Nordkorea gibt eine drastische Warnung heraus, sollte das Nachbarland auch nur einen Schuss über die Grenze abgeben.
www.welt.de, 24.11.2011>


Bauarbeiter finden Panzer mit Munition und Knochen
In einer Rostocker Baugrube fanden Arbeiter die Reste eines russischen T-34-Panzers aus dem Zweiten Weltkrieg - samt Munition und menschlichen Überresten.
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Als sich Russland gegen Hitlers Wehrmacht formierte
Parade zum 70. Jahrestag
Vor 70 Jahren brachen sowjetische Soldaten in Moskau zum Kampf gegen die deutsche Wehrmacht auf. Jetzt schlüpfen junge Soldaten erneut in die alten Weltkriegsuniformen.
www.welt.de, 07.11.2011>


Amerikas Monsterwaffe B-53 ist nicht mehr zeitgemäß
Die USA demontieren ihre letzte große Atombombe aus der Zeit des Kalten Krieges. Die B-53 hatte 600 Mal so viel Sprengkraft wie »Little Boy«.
www.welt.de, 26.10.11>


7. Gigantischer Datenstaubsauger in 20.000 Meter Höhe
Eine Drohne als riesiger Datenstaubsauger: Die Euro Hawk kann Handygespräche abhören und SMS auffangen. Die Luftwaffe will bis zu fünf der Fluggeräte anschaffen.
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McChrystal kritisiert Kriegsführung in Afghanistan
Vor zehn Jahren begann die Nato-Intervention in Afghanistan: Der frühere Kommandeur der internationalen Truppen McChrystal kritisierte in einer Rede zum Jahrestag, nur die Hälfte der Kriegsziele sei erreicht worden.
www.faz.de, 07.10.2011


Böcker bleibt Campus-Chefredakteur
MÜNCHEN. Der in die Kritik geratene Chefredakteur des Studentenmagazins Campus der Bundeswehruniversität München, Martin Böcker, bleibt im Amt. Dies entschied der studentische Konvent der Hochschule am Mittwoch mit großer Mehrheit.
www.jungefreiheit.de, 28.09.2011


Streit über Atomprogramm - Irans Marine kündigt ?starke Präsenz? nahe Amerika an
www.faz.net, 28. September 2011


De Maiziere kürzt Artilleriebataillone und Geschwader
Breite vor Tiefe: Die Reform von Verteidigungsminister de Maiziere nimmt Gestalt an. Trotz kleinerer Truppe soll die Bundeswehr keine Fähigkeiten aufgeben.
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Serbischer Ex-General verurteilt
Das Uno-Tribunal hat den ehemaligen Top-Militär Perisic zu 27 Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte seine Landsleute in den Bürgerkriegen in Bosnien und Kroatien mit Soldaten und Waffen versorgt - und so die Kriegsverbrechen erst ermöglicht. Das Urteil hat weitreichende Folgen.
www.spiegel.de, 06.09.2011

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